Hier erhalten Sie einen kleinen Einblick in die Geschichte der

GENOSSENSCHAFT ZUR ERHALTUNG DES GASTHOFS ZUM BÄREN VELTHEIM.

Sie können sich jederzeit mit dem Talon (siehe Mitgliedschaft) als neues Genossenschaftsmitglied anmelden.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an ein Mitglied des Vorstandes.

Gründung und Zweck

Im Dezember 1998 wurde der Gemeinderat Veltheim dahingehend orientiert, dass die Sektion Asylbewerberbetreuung des Sozialdienstes des Kantons Aargau im Restaurant Bären ein kantonales Durchgangszentrum für max. 40 Personen plant.
Im Dorf regte sich starker Widerstand. Werner Däster und Engelbert Konecek wollten dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen. Sie luden zu einer Orientierungsversammlung auf den 20. Januar 1999 ein. Es musste schnell gehandelt werden und am 19. Februar 1999 konnte die Genossenschaft mit über 100 Mitgliedern gegründet werden. So war es möglich, den Bären mit Eigenmitteln und einer Bankhypothek zu übernehmen. Auch die Ortsbürgergemeinde Veltheim zeichnete ein grösseres Darlehen.

In den Gründungsstatuten wurde festgehalten, dass die Genossenschaft bezweckt, den Betrieb des Gasthaus zum Bären in Veltheim zu gewährleisten.

Unter der Führung von Werner Däster (Präsident von 1999 bis 2011), Siegfried Ulrich (Präsident von 2012 – 2017) und Alfred Schaffner (Präsident seit 2018) wurde in den letzten Jahren mit Erfolg versucht, den Bären als heute einziges Restaurant im Dorf am Leben zu erhalten.

In den letzten Jahren wurden immer wieder Renovationen durchgeführt. Das Gebäude präsentiert sich markant im Dorfzentrum, die fünf Wohnungen im 1. und 2. Stock wurden schrittweise renoviert und das Restaurant strahlt nach verschiedenen baulichen Eingriffen eine gemütliche Atmosphäre aus.

Geschichte des Gasthofs Bären

Das Gasthaus „Zum Bären“ war im 17. und 18. Jahrhundert eine gutgehende Taverne, die wohl nicht zuletzt wegen der Nähe zum Landvogteischloss Wildenstein und von der verkehrsgünstigen Lage in der Verzweigung der Strassen nach Brugg und ins Schenkenbergertal profitierte. Der Bernische Rat beschloss daher, anstelle der alten Taverne ein neues Gasthaus zu errichten, was 1757 geschah.

Erster Wirt im neuen Bären war Hauptmann Johannes Rischgasser, ein aus niederländischem Solddienst zurückgekehrter Einheimischer. 1798 kam der Bären mit dem Ende der Berner Herrschaft in den Besitz des neuen Kantons Aargau. Wegen Geldmangel – der junge Kanton steckte in argen Schulden – wurde der Gasthof an einer Steigerung an den bisherigen Lehenwirt Samuel Amsler aus Schinznach für 7300 Franken verkauft. Eigentümer und Wirt waren oft nicht dieselben Personen. Sicher ist, dass 1801 ein Heinrich Schmid-Richner als Bärenwirt bezeugt wird. Verfolgt man in den nachfolgenden Jahrzehnten die Namen der Wirte, so stossen wir auf gängige Namen wie Wüst, Salm, Müller, Ziegler, Biland, Weber, Suter und Dietiker. 1961 übernahm René Schütz den Bären.

Von 1981 – 1988 wurde der Bären als alternative Genossenschaftsbeiz geführt.

Nach weiteren Wirtewechseln ging der Bären 1996 in Konkurs. Die Waadt-Versicherungs-gesellschaft kaufte den Bären für 850’000.- anlässlich der Versteigerung. Das Restaurant blieb zweieinhalb Jahre geschlossen.

Nachdem die Genossenschaft zur Erhaltung des Gasthofs zum Bären am 19. Februar 1999 gegründet worden war, konnte der Bären von der Waadt-Versicherung für Fr. 500’000.- gekauft werden. Das Restaurant musste möbliert und eine neue Küche eingebaut werden.
Im Juni 1999 wurde Rolf Kellenberger als erster Pächter der Bären-Genossenschaft eingestellt. Auf ihn folgte 2003 Willi Rychener. Von 2007 bis Februar 2017 führte Stefan Bürkler den Restaurantbetrieb. Ab August 2017 bis Dezember 2018 stand Michael Glasow mit seiner Partnerin Sandra Zuber dem Restaurant vor. Ab Januar 2019 wurde das Restaurant vom Vorstand mit den bewährten Mitarbeiterinnen unter der Führung von Marlies Müller, Serviceangestellte. und Karmen Jazvic, Köchin, geführt.

Im Oktober 2019 übernahmen Ivonne und Stephan Haarbach als Pächterehepaar den Bären.
Weitere Details zum Gasthof Bären findet man in der Dorfgeschichte von Thomas Schärli, Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Veltheim 1992 (vorrätig bei der Gemeindekanzlei Veltheim).